Lizenzmanagement in virtuellen Umgebungen – scheint komplex und ist mit dem richtigen SAM Werkzeug doch ganz einfach!
2010-06-04

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für die Vorteile von Virtualisierung, um Kosten zu reduzieren und die Nutzung der Hardware zu optimieren. Häufig wird dabei jedoch die Verwaltung der Software übersehen.


Lizenzen für virtuelle Umgebungen weisen andere Bedingungen auf als herkömmliche Lizenzen. Die unterschiedlichen Modelle mögen auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, doch mit den richtigen Tools lassen sich die Lizenzen bequem kontrollieren und die Lizenzkosten deutlich reduzieren.

Was ist Virtualisierung?
Es gibt verschiedene Ausprägungen von Virtualisierung, darunter virtuelle Computer, virtuelle Desktops (VDI) und virtuelle Anwendungen. In diesem Artikel werden vor allem die Vorteile von Software Asset Management bei virtuellen Computern behandelt.


Mithilfe von Virtualisierung lassen sich auf einem physischen Gerät mehrere virtuelle Instanzen ausführen. So können Unternehmen bei der Nutzung und Verwaltung ihrer Hardware den Zeit- und Ressourcenaufwand deutlich senken. Dies gilt für den Strom-, Kühl- und Platzbedarf genauso wie für die erforderlichen Garantien. Zudem lassen sich neue Server schneller erstellen und installieren, sowie Fehler leichter beheben.

Die Herausforderung
Bei der Verwaltung und Nutzung von Hardware ermöglicht Virtualisierung umgehend deutliche Kosteneinsparungen. Die Verwaltung von Lizenzen ist jedoch meist etwas schwieriger. Die Umgebungen sind häufig sehr komplex, so dass es problematisch sein kann, sich einen Überblick zu verschaffen und den Lizenzstatus genau zu kontrollieren. Zudem weisen Serverlizenzen mitunter komplizierte Bestimmungen auf, aus denen nicht leicht ersichtlich wird, welche Rechte Ihnen mit den Lizenzen tatsächlich zustehen. Hinzu kommt die Frage, auf welchem physischen Computer die einzelnen virtuellen Maschinen ausgeführt werden. Die meisten Software Asset Management-Tools unterstützen die Verwaltung von virtuellen Umgebungen und Virtual Asset Management-Software nur unzureichend.


Sparen Sie eine Menge Geld
Warum sollten Sie also in virtuellen Umgebungen aktiv mit einer Software Asset Management-Lösung arbeiten? Die Antwort ist einfach: Um eine Menge Geld zu sparen. Ohne eine zuverlässige Kontrolle fallen die Ausgaben für Betriebssysteme und Datenbankanwendungen viel zu hoch aus. Mit einer optimalen Lizenzverteilung können Sie die Lizenzkosten jedoch deutlich senken.

 

Wie lauten die gültigen Lizenzbestimmungen?

  • Microsoft SQL Server
    Mit sowohl CAL- als auch Prozessor-basierten Lizenzen für Microsoft SQL Server Enterprise sind Sie dazu berechtigt, auf dem lizenzierten physischen Server beliebig viele Instanzen von SQL Server Enterprise auszuführen. Bei einer Prozessor-basierten Lizenz müssen alle Prozessoren des physischen Servers abgedeckt werden. Bei einer CAL-basierten Lizenz fallen zusätzliche Gebühren an, die sich nach der Zahl der Benutzer oder Geräte richten.
     
  • Windows Server
    Mit Windows Server Enterprise dürfen Sie zusätzlich zu Ihrem physischen Server vier virtuelle Instanzen ausführen.
Kosteneinsparungen – Meine Erfahrung
Ich habe kürzlich mit einem Kunden gesprochen, der über fünf Server verfügt, auf denen jeweils Windows Server Enterprise und SQL Server Enterprise ausgeführt werden. Einer der Server war physischer Art, während die übrigen vier virtuell bereitgestellt werden. Der Kunde hatte sich für das Prozessor-basierte Lizenzmodell von SQL Server entschieden. Die Ausführung eines Inventarisierungstools hatte die folgenden Lizenzanforderungen ergeben:
  • 5 PC-Lizenzen für Windows Server Enterprise (geschätzter Preis: jeweils 2.000 Euro)
  • 5 PC-Lizenzen für SQL Server Enterprise (geschätzter Preis: jeweils 25.000 Euro)
Dies ergibt Gesamtkosten von 135.000 Euro.

Nach der Implementierung einer Virtual Software Asset Management-Lösung sah die Situation komplett anders aus. Durch die richtige Verknüpfung von physischen und virtuellen Computern ergab sich das folgende Bild:

  • 1 Lizenz für Windows Server Enterprise (geschätzter Preis: 2.000 Euro)
  • 1 Lizenz für SQL Server Enterprise (geschätzter Preis: 25.000 Euro)
Gesamtkosten: 27.000 Euro – dies sind über 100.000 Euro weniger als bei der vorherigen Schätzung!

 


Durch die Nutzung des richtigen Lizenzmodells sowie eines geeigneten Inventarisierungstools können Unternehmen, die virtuelle Computer ausführen, ihre Kosten also deutlich reduzieren. Dabei bietet Virtualisierung nicht nur in den Bereichen Verwaltung, Kühlung und Strombedarf Vorteile, sondern auch bei den Lizenzkosten. Hierfür benötigen Sie ein leistungsfähiges Inventarisierungstool, das Ihnen zuverlässige Informationen liefert, sowie ein Software Asset Management-System, mit dem Sie Ihre virtuellen Umgebungen effizient verwalten können.

 

Lizenzierung im Rechenzentrum
Kunden, die über große und komplexe Rechenzentren verfügen, können noch mehr Geld sparen. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im nächsten Newsletter von Snow.

 

Erik Särnbrink

© 2012 Snow Software. All rights reserved  |  Service Providers  |  Kontakt  |  Sitemap